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In Zeiten zunehmender Gewalt auf allen Ebenen, sogar schon in Grundschulen, ist die frühzeitige Auseinandersetzung der Kinder mit ethischen Wertmaßstäben dringend notwendig. Gefühlskälte und Grausamkeit gegenüber Tieren sind nachgewiesenermaßen Grundsteine für Verrohung, Rücksichtslosigkeit und Brutalität gegenüber Menschen. Wir begrüßen die Aufnahme des Ethikunterrichtes in viele Lehrpläne. Rücksichtnahme auf Schwächere und Unterstützung Hilfloser darf jedoch nicht beim Menschen enden.
 Freundliche, kontaktfreudige Vierbeiner sorgen schnell dafür, dass in den Klassen und bei Ferienspielen eine entspannte Stimmung herrscht.
Gerade das Thema Tierversuche berührt uns in vielen Lebensbereichen. Aus unzähligen Zuschriften von Kindern, die oft erst 10, 12 oder 13 Jahre alt sind, wissen wir, wie intensiv das Leiden der Tiere im Versuch Kinder beschäftigt. Erstaunlich ist die Kritikfähigkeit und Klarheit, mit der viele die Probleme erfassen und ihrem Mitgefühl mit der leidenden Kreatur Ausdruck verleihen. Immer wieder erfahren wir von Projekten, die in Eigeninitiative von Schülerinnen und Schülern oder engagierten Lehrerinnen und Lehrern entstehen. Dies nehmen wir zum Anlass, Schulen altersgerechte und unabhängige Informationen zu bieten.
Neben Lesestoff, Bildmaterial und Arbeitsvorschlägen bieten wir gezielte Unterstützung von Schulprojekten in jeder Form und auch interaktiv gestaltete Vorträge an. Außerdem geben wir interessierten Kollegien und Elterngruppen die Möglichkeit, sich ausführlich über Tierversuche zu informieren und darüber zu diskutieren z.B. in Form einer Abendveranstaltung in der jeweiligen Schule. Mit dem Projekt »Tierschutz im Unterricht - Schwerpunktthema Tierversuche« möchten wir aufklären, Lösungsansätze aufzeigen und Anregungen für eigene Aktivitäten geben.
 Beim Thema "Tierversuche" wird naturgemäß auch über Leiden von Tieren gesprochen. Die Kinder können ihre Traurigkeit zum Ausdruck bringen und zusammen erarbeiten, was sie selbst tun können, damit es den Tieren besser geht.
Vor allem möchten wir aber die Sensibilität der Kinder für das Leid hilfloser Lebewesen ansprechen und ihnen vermitteln, dass sie in ihrem Mitgefühl nicht allein sind. In der Gemeinschaft mit anderen können wir alle, egal wie alt wir sind, aktiv etwas für Tiere tun.
 Auch bei manchen Ferienspielen findet das Thema "Tierversuche" regelmäßig Beachtung.
Die Veranstaltungen werden von den Tierärztinnen Dr. Martina Kuhtz-Böhnke und Astrid Reinke durchgeführt. Sie arbeiten seit mehreren Jahren u.a. in Schulen, Kirchengemeinden oder bei Ferienspielen zum Thema »Tierschutz« und haben die bisher leider ausschließlich in Österreich angebotene Tierschutzlehrerausbildung in Graz absolviert.
Zunächst bieten wir den Tierschutzunterricht im Süden Deutschlands 200 km um München und im Norden 200 km um Bielefeld herum an.
 Die Tierschutz-AG einer Realschule studierte ein Handpuppenstück zum Thema "Tierversuche" ein und entwarf ein eigenes Plakat dazu.

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