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Über uns

 

Wir, das sind Tiere, Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

 

Wir finden Tierversuche ungerecht und sind sicher, dass sie nicht nur grausam für Tiere, sondern auch schädlich für Menschen sind. Die Schülerinnen und Schüler, die an dieser Seite mitarbeiten, kommen aus verschiedenen Schulen. An manchen gibt es sogar schon Tierschutz-AGs. Manche haben wir auch bei Ferienspielen zum Thema „Tierschutz“ kennen gelernt. Alle haben tolle Ideen für die Seite „Harry hilft Tieren“ gehabt. Sicher sind sie auch für Dich interessant.

 

Die Erwachsenen sind zum Teil Mitglieder des Vereins Ärzte gegen Tierversuche e.V., also Ärzte oder Tierärzte. Außerdem haben Lehrerinnen und Lehrer und andere Menschen, die mit Jugendlichen oder Tieren arbeiten, mitgeholfen.

 

Schließlich zu den wichtigsten Mitarbeitern: Natürlich helfen auch Tiere kräftig mit. Es gibt echte Tiere und Comic-Tiere, solche wie Harry, den Du ja schon kennen gelernt hast. Die Katze "Momo" taucht immer dann auf, wenn es besonders knifflige Fragen zu beantworten oder Aufgaben zu lösen gibt.

 

Einige von den echten Tieren stellen wir Dir gleich vor. Es sind Ayse, Luzi, Bilbo und Robby. Hier kannst Du lesen,wie sie zu ihrem Job gekommen sind.

  • Ayse

     

    Hallo, ich heiße Ayse und bin 11 Jahre alt. Tierfreunde haben mich in der Türkei auf der Straße gefunden. Es ging mir sehr schlecht. Ich hatte kein Zuhause, selten etwas zu essen und überall Verletzungen. Vor allen Dingen hatte ich aber panische Angst vor Menschen. Und weil mich niemand anfassen konnte, wollte mich auch keiner haben.

     

    Irgendwie bin ich dann beim Verein Achtung für Tiere gelandet. Hier leben nämlich alle echten Tiere, die bei Harry hilft Tieren mitmachen. Die Menschen haben ganz schön Stress mit mir gehabt! Anfangs mussten sie mich im Garten immer mit einem Netz einfangen. Na ja, ich kürze die Geschichte jetzt mal etwas ab. Ich habe bald gemerkt, dass Luzi und die anderen mit den Zweibeinern eine Menge Spaß hatten und dass es ganz nett ist, neben denen auf dem Sofa zu sitzen. Und irgendwann durften mich dann auch die ersten Kinder anfassen.

     

    Nun gehe ich schon viele Jahre zusammen mit Luzi und den anderen in Schulen und zeige Schülerinnen und Schülern, dass wir Hunde auch Gefühle haben. Wir haben manchmal Angst, freuen uns aber auch, wenn jemand nett zu uns ist, wir einen Freund wieder treffen oder jemand mit uns spielt. Am liebsten spiele ich allerdings mit Luzi. Die versteht mich am besten und ich verstehe sie am besten. Wir sprechen nun einmal beide die Hundesprache. Sie hat mir damals auch gezeigt, dass viele Menschen gar nicht Furcht erregend sind.

     

  • Luzi

     

    Hallo, ich heiße Luzi. Ich bin 10 Jahre alt und komme von der Insel Kreta. Ich war sehr krank und hatte Staupe, eine lebensgefährliche Hundekrankheit. Drei Monate lang hatte ich schlimmen Husten und ganz hohes Fieber. Fast wäre ich gestorben.

     

    Bei der Gelegenheit möchte ich Euch etwas Wichtiges sagen: Wenn Menschen Angst vor Krankheiten haben, dann scheint bei manchen von ihnen was Komisches zu passieren: Sie denken, sie dürften Anderen, Schwächeren, die gesund sind und die überhaupt nichts mit ihrer Krankheit zu tun haben, Leiden zufügen, sie sogar töten, wenn es vielleicht irgendwie nützen könnte. Und weil wir uns nicht wehren können, nehmen sie dafür uns Tiere.

     

    Auch als es mir total schlecht ging und mir jeder Zentimeter meines Körpers weh tat, wäre ich nie auf die Idee gekommen, deshalb jemand anderen, der sich nicht wehren kann, zu quälen und zu töten. Aber in der Menschenwelt scheint das ziemlich normal zu sein. Wer sagt, dass er kranken Menschen helfen will, der darf gesunde Tiere quälen und töten.

     

    Tze, tze...darauf muss man erstmal kommen! Ganz unabhängig davon, dass es ja auch völlig nutzlos ist. Na ja, dem, der die Tierversuche macht, dem Tierexperimentator also, nützen die Tierversuche natürlich schon, denn er bekommt dafür schließlich Geld.

     

     Ich habe nach meiner Krankheit eine kleine Behinderung zurück behalten: ich wackele manchmal ein wenig mit dem Kopf - Staupe-Tick nennen die Menschen das...Aber das finden eigentlich alle ganz witzig. Das Leben hier zusammen mit den ganzen anderen Tieren finde ich prima. Bei uns ist immer was los und Ayse ist wie eine Schwester für mich.

     

    Tierschutzunterricht finde ich kKlasse: Da treffe ich dauernd nette Leute und Ayse ist immer mit dabei. Und wenn Frauchen zu lange redet, dann ziehen wir uns gegenseitig an den Ohren durchs Klassenzimmer oder machen sonst irgendwelchen Blödsinn. Dann fangen alle an zu lachen und Frauchen hört keiner mehr zu  ...

     

  • Bilbo

     

    Hallo, ich bin Bilbo. Mensch, Ihr tut ja in Deutschland richtig viel für Tiere! Ich komme aus Kroatien. Dort habe ich lange auf der Straße leben müssen. Man hat mich überall verjagd und verfolgt. Durch eine Verletzung ist mein linkes Auge zerstört. Deswegen sehe ich auf den ersten Blick vielleicht etwas komisch aus im Gesicht.

    Irgendwann kam ich in ein Tierlager. Da waren wir mit ganz vielen Hunden zusammengesperrt. Weil es viel zu eng war und es oft nicht genug Futter und Ruheplätze gab, waren viele Hunde genervt. Die schwächeren wurden von den stärkeren fertig gemacht und gebissen. Ich habe dort jede Freude am Leben verloren, mich in eine Ecke verkrochen und wollte sterben.

     

    Da haben mich, gerade noch rechtzeitig, Leute aus Deutschland entdeckt und mitgenommen - obwohl ich gar nicht nett zu ihnen war. Ich dachte ja, die wollten mich angreifen. Sie mussten mir schließlich ein Schlafmittel geben, damit sie mich überhaupt anfassen konnten. Dann haben sie mich nach Deutschland gebracht. Dort lebe ich jetzt beim Verein Achtung für Tiere. Ich habe schnell gemerkt, dass die Menschen mir hier nichts Böses tun wollen. Wir haben viel Spaß mit den ganzen Hunden und Katzen und es kommt oft netter Besuch.

     

    Ich finde es Klasse, dass Ihr Euch in Deutschland auch um die Tiere in anderen Ländern sorgt. Und ich finde natürlich total wichtig, dass Ihr hier soviel gegen Tierversuche unternehmt. Die sind nämlich eine fürchterliche Tierquälerei. Ich konnte erst gar nicht glauben, dass es in Deutschland auch Menschen gibt, die Tieren solche Grausamkeiten antun und dass das auch noch erlaubt ist. Mir sind hier bisher ja nur nette Leute begegnet.

     

    Ich bin mächtig stolz darauf, dass ich nun, sozusagen als Hund mit Migrationshintergrund, in Deutschland bei Ärzte gegen Tierversuche mitarbeiten darf! Und ich weiß: Wir werden die Tierquälerei der Tierversuche abschaffen.

    Je mehr von Euch uns dabei helfen, desto eher werden die Tiere nicht mehr leiden müssen.

  • Robby

     

    Hey, ich bin Robby. Ich glaube ich bin zur Zeit der älteste von uns. So 12 Jahre werde ich wohl alt sein. Auch ich habe draußen auf der Straße gelebt, allerdings mitten in Deutschland, in einer großen Stadt, zwischen lauter großen Straßen. Bei uns in Deutschland geht es nämlich vielen Katzen so, wie den Hunden in Kroatien: Wir werden verfolgt, verletzt und vergiftet, müssen hungern und frieren und sterben langsam und qualvoll, weil uns oft niemand hilft. Sicher wäre ich unter ein Auto gekommen oder verhungert, aber zum Glück hat mich noch rechtzeitig jemand bemerkt.

     

    Überall in Deutschland müssen Katzen ohne Zuhause und menschliche Hilfe auf der Straße, auf Friedhöfen, irgendwo in Scheunen oder auf Fabrikgelände leben. Wir kommen auf die Welt, weil es doch tatsächlich noch Menschen gibt, die ihre Kater und Katzen nicht kastrieren lassen! Die bekommen dann Junge, um die sich niemand kümmert. Daraus werden hungernde, kranke und verfolgte Straßenkatzen, so wie ich eine war.

     

    Wenn Ihr wisst, dass irgendwo Katzen leben, z.B. auch auf Bauern- oder Reiterhöfen, dann sprecht die Menschen dort bitte an und fragt, ob die Katzen und Kater kastriert sind. Erklärt den Erwachsenen, warum wir Katzen operiert werden müssen: Damit nicht immer mehr kranke und hungernde Katzen in Deutschland leiden müssen.

     

So, das war´s erst einmal von uns.

 

Wir finden es toll, dass wir hier bei Ärzte gegen Tierversuche und Harry hilft Tieren mitmachen können. Vielleicht treffen wir uns ja mal: auf einer Demo, an einem Infostand oder vielleicht bei einem Besuch in Eurer Schule!

 

Tschüüüüß!

Eure Ayse, Luzi, Bilbo und Robby

 

Harry hilft Tieren ist ein Projekt von Ärzte gegen Tierversuche e.V.